Popularmusiker in der Provinz : Eine empirische Untersuchung über Osnabrücker Musikschaffende im Zeitraum der frühen 1960er bis späten 1990er Jahre

Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2000090123
Titel: Popularmusiker in der Provinz : Eine empirische Untersuchung über Osnabrücker Musikschaffende im Zeitraum der frühen 1960er bis späten 1990er Jahre
Autor(en): Pellmann, Dirk
Wilczek, Andreas
Erstgutachter: Apl. Prof. Dr. Carsten Klingemann
Zweitgutachter: Prof. Dr. Reiner Niketta
Zusammenfassung: Popularmusik ist als ein Hauptverbreitungsgegenstand der Massenmedien nahezu allgegenwärtig und ein bedeutender Wirtschaftszweig der Unterhaltungs- bzw. Kulturindustrie, und einzelne Protagonisten dieses Musikbereiches sind bisweilen Stars bzw. Personen "relativen zeitgeschichtlichen Interesses". Gleichzeitig war und ist Popularmusikausübung eine beliebte Freizeitbeschäftigung - auch in Osnabrück. Die lokalen Akteure erlangen dabei zwar selten vergleichbare Massenmedienpräsenz wie die oben genannten Stars, orientieren sich aber mehr oder weniger ausgeprägt an Elementen des massenmedial vermittelten Bildes der Popkultur. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, welche sozialen Konsequenzen sich aus langfristiger musikalischer Tätigkeit ergeben. Aufbauend auf eine in 1980/81 an der Universität Osnabrück von Prof. Dr. Paech et al. unternommenen Untersuchung über die Einbindung lokaler Musikgruppen in bestimmte jugendliche Subkulturen untersucht die vorliegende Studie - ausgehend von einem theoretischen Ansatz nach H.S. Becker -, ob langfristige popularmusikalische Tätigkeit für die Akteure zu einem Status als gesellschaftliche Aussenseiter führen kann (Becker) bzw. ob eine solche Tätigkeit selbst Phänomene abweichenden Verhaltens erzeugt oder bedingt. Im Zusammenhang der Untersuchung wird die Bedeutung der wichtigsten musikalischen und nicht-musikalischen Traditionen im Hinblick auf Entstehen und Verlauf der Tätigkeit herausgearbeitet und im Bezug auf die Medienorientierung der popularmusikalischen Tätigkeit die Anwendbarkeit der Theorie der kognitiven Dissonanz (Festinger) dargestellt. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial umfasst knapp 30 Jahre lokaler Popularmusikausübung und ermöglicht einen Einblick in Entwicklung und Veränderung von individuellen Einstellungen und Zielen sowie die Beobachtung des Einflusses massenmedial vermittelter Moden und Trends ÜBER ZEIT, d.h., es konnten Einblicke in langfristige musikalische Biographien von Akteuren der Osnabrücker Popularmusikszene gewonnen werden. Bei dem untersuchten Personenkreis konnten keine "subkulturellen Strukturen" oder ein "verallgemeinerbarer" Randgruppenstatus im Sinne H.S. Beckers festgestellt werden. Wohl aber fanden sich "Karrieren", die - bedingt durch die lange, professionell orientierte Ausübung der musikalischen Tätigkeit - für die Akteure ins gesellschaftliche Abseits führten. In diesem Zusammenhang wurde aus den untersuchten Musikerbiographien ein formalisiertes "idealtypologisches Verlaufsmodell" ermittelt.
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2000090123
Schlagworte: Musiksoziologie; qualitative Sozialforschung; Biographieforschung; Popularkultur; Massenmedien; Traditionen der Musikausübung; Subkultur; abweichendes Verhalten; kognitive Dissonanz
Erscheinungsdatum: 1-Sep-2000
Enthalten in den Sammlungen:FB01 - E-Dissertationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
E-Diss64_diss.pdfPräsentationsformat3,71 MBAdobe PDFMiniaturbild
Öffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen im repOSitorium sind urheberrechtlich geschützt, soweit nicht anderweitig angezeigt. rightsstatements.org