repOSitorium REPOSITORIUM

Institutionelles Repositorium der Universität Osnabrück >
Fachbereich 08 - Humanwissenschaften >
FB08 - E-Dissertationen >

Please use this identifier to cite or link to this item: urn:nbn:de:gbv:700-2000091588

Title: Die Abschlussphase von Psychotherapien : Untersuchung zur Gestaltung der Abschlussphase psychotherapeutischer Behandlungen
Other Titles: Termination phase of psychotherapeutic treatments : Structure and principles of ending psychotherapeutic treatments
Author(s): Wittorf, Susanne
Advisor: Prof. Dr. Peter Machemer
Referee: Prof. Dr. Jürgen Kriz
Abstract: Die Beendigung von Psychotherapien ist ein historisch vernachlässigtes Thema, das weitgehend ausgeblendet wurde aus der theoretischen und pragmatischen Konzeptualisierung von Psychotherapie und deren Erforschung. Begriffe wie Abschluss, Ende und Abschied, die mit dem Ende von Therapien verbunden sind, verweisen in unserer Kultur auf Un-Themen. Sie bedrohen mit ihrer assoziativen Verbindung zu Tod eine wesentliche Grundlage unserer normalen Wirklichkeit: die Verleugnung unserer Endlichkeit. Unter Berücksichtigung von Regeln und Normen der Alltagskommunikation für die Beendigung sozialer Situationen beinhaltet die Abschlussphase ein belastendes Potential für Therapeuten und Klienten. Die Beendigung von Psychotherapien wird in Therapiemanualen und Lehrbüchern entweder gar nicht erwähnt oder erstaunlich marginal behandelt. Dabei zeigen sich teilweise einseitige Konzeptualisierungen. So thematisieren tiefenpsychologische Ansätze vor allem Aspekte der Trennung des Therapeuten und des Verlustes der therapeutischen Beziehung, während verhaltenstherapeutische Ansätze fast ausschließlich Fragen des Transfers von Therapieergebnissen in den Alltag nachgehen. Elemente der Abschlussphase werden auf der Grundlage einer Befragung von Psychotherapeuten und Klienten empirisch erkundet. Dabei werden erstens Abschlüsse konkreter Therapien (formale Charakteristika, Veränderungen der Kommunikation in der Abschlussphase, Perspektiven von Therapeuten und Klienten, Katamnese, Supervision) dokumentiert und zweitens allgemeine Aspekte der Therapiebeendigung (Themen der Beendigung, Unterbrechungen im Laufe von Therapien, Grundsätze von Therapeuten) beschrieben. Empirisch zeigt sich die Abschlussphase als eine Zeit am Ende von Therapien, die in der Regel beginnt, wenn deutliche Verbesserungen von therapierelevanter Symptomatik eingetreten sind, die 10 bis 20 % der Gesamtstundenzahl umfasst und die durch spezifische Veränderungen formaler und inhaltlicher Gestaltung der Therapie gekennzeichnet ist. Auf der Grundlage von Ergebnissen einer metaphernanalytischen Auswertung von Sprachbildern der Therapeuten zur Therapiebeendigung wird abschließend ein Konzept von Therapiebeendigung als Übergangsphase entwickelt. In dieses Konzept sind die vielfältigen Aspekte der Therapiebeendigung wie z. B. Zwischenzeit, Verlust, Wachstum, Prüfung und Aufbruch integrierbar. Mit einer Sicht von Therapiebeendigung als Übergangsphase wird eine differenzierte Bearbeitung diagnostischer und handlungsrelevanter Aspekte der Abschlussphase für Praxis und Forschung möglich.
Issue Date: 2000-09-15T15:20:23Z
Date of oral examination: 1999-07-14T12:00:00Z
Appears in Collections:FB08 - E-Dissertationen

Files in This Item:

File Description SizeFormat
E-Diss38_thesis.pdf1.13 MBAdobe PDFView/Open

Items in repOSitorium are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.

 

Valid XHTML 1.0! Open Archive initiative DSpace Software Copyright © 2002-2005 MIT and Hewlett-Packard  Feedback