Die gesellschaftliche Umbruchphase der Altenversorgung in Südkorea. Eine empirische Untersuchung zu Lebenslagen älterer Menschen

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Titel: Die gesellschaftliche Umbruchphase der Altenversorgung in Südkorea. Eine empirische Untersuchung zu Lebenslagen älterer Menschen
Autor(en): Yang, Yeung Ja
Erstgutachter: Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg
Zweitgutachter: Prof. Dr. Maud Zitelmann
Zusammenfassung: In der heutigen Umbruchssituation in Südkorea ist der familiäre Generationenvertrag der Altenversorgung sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft prekär geworden. Trotzdem ist die Sozialpolitik noch mit dem Familienmythos verhaftet. Bei der vorliegenden Lebenslagenanalyse handelt es sich um die Sozialstrukturanalyse der Gesellschaft durch eine Literaturanalyse und eine Diagnose der Lebenssituation einzelner Personen bzw. -gruppen im Alter durch eine qualitative Untersuchung. Die Lebenslagenanalyse zeigt, dass nicht nur die alltagsweltliche Anpassung der betroffenen Menschen an neue ökonomische Bedingungen verlangt wird, sondern zusätzlich Konflikte im Normensystem aufgrund deren ambivalenten Haltung zwischen Ideal und Realität entstehen. Die Alterskohorte muss nun eine neue Lebensorientierung finden. Die Sozialpolitik soll von der Diskrepanz zwischen Normorientierung und faktischem Erleben ausgehen. Die Verdrängung von Realitätswahrnehmung, um dem Ideal zu entsprechen und die Dissonanzen, die sich aus dem Widerstreit der Wünsche nach Freiheit und sozialer Anerkennung ergeben, sollen aufgegriffen werden. Für die Alterskohorten ist ein möglichst langes Beibehalten des selbständigen Lebensprinzips und dessen Erprobung erforderlich. Das selbständige Alter ist nicht identisch mit dem Versagen des Ideals. Zur Findung der neuen Identität ist eine Empowerment-Strategie dringend notwendig. Die Kindergeneration sollte familiäre Unterstützungsressourcen zeitgemäß bereitstellen. Ein Anhaltspunkt dafür kann die Rosenmayrsche These Intimität auf Abstand sein. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die Praktizierung des selbständigen Alters sehr begrenzt. Zukünftige Altenarbeit soll diese kulturellen Besonderheiten berücksichtigen. Die offenen, ambulanten und halboffenen Angebote sollten auf- und ausgebaut werden. Die stationäre Versorgungsform sollte dabei aber nur eine geringe Rolle spielen.
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2005111529
Schlagworte: Lebenslagen im Alter; Soziallage im Alter; Lebenslagenforschung; Lebenslagenkonzept; Lebenslagen älterer Menschen in Südkorea
Erscheinungsdatum: 15-Nov-2005
Enthalten in den Sammlungen:FB03 - E-Dissertationen

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