Profifußball in Europa: eine soziologische Betrachtung des professionellen Clubfußballs in Europa unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands und Englands

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Titel: Profifußball in Europa: eine soziologische Betrachtung des professionellen Clubfußballs in Europa unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands und Englands
Autor(en): Schröer, Carsten
Erstgutachter: Prof. Dr. Ralf Kleinfeld
Zweitgutachter: Prof. Dr. Wolfgang Ludwig Schneider
Zusammenfassung: Die Arbeit beschreibt vor dem theoretischen Hintergrund der Luhmann’schen Systemtheorie neuere Entwicklungen im europäischen Profi-Club-Fußball. Sie erläutert sowohl Veränderungen in der Umwelt sowie im System des Fußballsports auf europäischer Ebene und beschreibt vergleichend Strukturfolgen für relevante nationale und internationale Kollektivakteure. Die Arbeit fußt auf ausführlicher Theorie- und Literaturarbeit sowie Experteninterviews, z.B. mit K.-H. Rummenigge (FC Bayern München) oder R. Perry (FC Liverpool). Die UEFA als zentrale europäische Fußball-Dachorganisation ist vor dem Hintergrund eines entnationalisierten Profifußballs einem starken Wandel unterworfen. Ihr Regelungsmonopol gerät durch das Hinzukommen neuer Akteure unter Druck. Mit Etablierung der Champions League hat sie einen Wettbewerb kreiert, der es Clubs ermöglicht, außerhalb der nationalen Liga sportliche Reputation und wirtschaftliche Ressourcen zu gewinnen. Obwohl der wichtigste Wettbewerb der Clubs die nationale Liga bleibt, werden innerhalb dieser teilweise ökonomische Verteilungsmechanismen angepasst, die die internationale Konkurrenzfähigkeit der nationalen Vertreter zulasten der nationalen Liga stützen. Im internationalen Kontext setzen sich gerade die Clubs als sportlich erfolgreich durch, die national über probate Ligastrukturen verfügen und sich adäquat mit den Anforderungen der Weltgesellschaft vernetzen. Dabei haben englische Clubs vor allem durch die Ausgestaltung der strukturellen Kopplung von Medien und Sport sowie der Organisationsstruktur ihrer Clubs bessere Voraussetzungen als deutsche. In einer komplexen Gesellschaft nehmen die Clubs heute Markencharakter an, der ihnen ein differenzierbares Gesicht verschafft. Die Top-Akteure arbeiten zunehmend an europäischen oder sogar weltweiten Konzepten, für die massenmedial inszenierte Erfolge im nationalen sowie internationalen Fußball die Voraussetzung sind, doch das vorrangige Modell ist das der regionalen oder nationalen Marke.
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-201003045592
Schlagworte: Berufsfußball; Europa; England; Deutschland; Fußballclub; Fußballverband; Systemtheorie; Experteninterview
Erscheinungsdatum: 4-Mär-2010
Enthalten in den Sammlungen:FB01 - E-Dissertationen

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