Bedeutung der Prävention in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft - am Beispiel beruflich bedingter Hauterkrankungen

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Titel: Bedeutung der Prävention in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft - am Beispiel beruflich bedingter Hauterkrankungen
Sonstige Titel: The significance of prevention in health care facilities – in the case of occupational skin diseases
Autor(en): Arnold, Steffen Raphael
Erstgutachter: apl. Prof. Dr. Swen Malte John
Zweitgutachter: Prof. Dr. Björn Maier
Zusammenfassung: Die Bedeutung von Prävention und somit die Vorbeugung von Erkrankungen hat in den letzten Jahren nochmals deutlich zugenommen. Die Krankheitslast beruht dabei erheblich auf beruflich bedingten Ursachen. Als die häufigsten betrieblichen Gesundheitsgefahren gelten Hauterkrankungen. Die Versorgung mit Hautschutz in den Betrieben stellt immer noch eine Herausforderung dar. In besonderem Maße betrifft die Problematik der berufsbedingten Hauterkrankungen die Gesundheitseinrichtungen, da dort typische Berufsgruppen mit hautbelastenden Tätigkeiten beschäftigt sind und dieser Sektor außerdem überdurchschnittlich hohe Krankenstände aufweist. Deshalb ist der langfristige Erhalt der Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern durch eine professionalisierte betriebliche Prävention zwingend notwendig. Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Realisierbarkeit sowie das Ausmaß der Anwendung von Präventionsaktivitäten maßgeblich von der Grundhaltung der Entscheidungsträger/innen abhängen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist demnach die Generierung eines umfassenden Einblicks in die Einstellungen von Entscheidungsträgern in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft, bezüglich der Bedeutung und des Einsatzes betrieblicher Präventionsmaßnahmen am Beispiel von Fällen beruflicher Hauterkrankungen. Die Studie fokussiert sich grundsätzlich auf zwei Analysebereiche: Zum einen wird ermittelt, wie der bisherige „Status quo“ in den Gesundheitseinrichtungen aussieht und was künftig seitens der Entscheidungsträger/innen wünschenswert und als wichtig erachtet wird. Zum anderen erfolgt im Anschluss an diese Ergebnisdarstellung die Hypothesenbildung und -prüfung, um zu eruieren, welche Einflussfaktoren auf die Einsatzintensität von einschlägigen Präventionsmaßnahmen wirken. Es lässt sich als Fazit ziehen, dass die Entscheidungsträger/innen maßgeblichen Einfluss auf die zum Teil durchaus komplexen Herausforderungen bezüglich der eingesetzten Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen in den Gesundheitsbetrieben haben. Als Handlungsempfehlung kann daher festgehalten werden, dass hinsichtlich der Erreichbarkeit von Präventionsmaßnahmen zwingend diese Zielgruppe hiervon überzeugt werden muss. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Intensität des Präventionseinsatzes im Hautbereich dabei in großem Maße von der individuellen Persönlichkeit und des Eigenengangement des jeweiligen Personalverantwortlichen abhängt. Auch wird deutlich, dass verstärkte Anstrengungen und Kooperationen mit verschiedenen Stakeholdern durchaus lohnenswert und erfolgsversprechend sind. Des Weiteren wird aus den erzielten Resultaten ersichtlich, dass die beteiligten Anspruchsgruppen der Gesundheitsunternehmen bei der Gestaltung und Implementierung der hautpräventive Maßnahmen die Einfachheit in das Blickfeld rücken sollten. Präventionsanstrengungen werden seitens der Unternehmensverantwortlichen nur dann zunehmend akzeptiert, wenn sie einen zielgerichteten Einsatz ihrer finanziellen Mittel für einschlägige Maßnahmen sehen und sich deren Durchführung nicht zu komplex gestaltet. Abschließend kann zusammenfassend konstatiert werden, dass der Einsatz professioneller Präventionsmaßnahmen für heutige Einrichtungen essentiell ist und in Zukunft sicherlich noch mehr an Bedeutungszuwachs erfährt. Hierfür spricht vor allem die absehbare Entwicklung des künftig noch stärker werdenden Personalmangels im Gesundheits- und Sozialwesen. Außerdem sollte der Optimierung des persönlichen Hautschutzes in den Gesundheitsbetrieben eine größere Bedeutung beigemessen werden, da häufig eine hinreichende Sensibilität für beruflich bedingte Hauterkrankungen noch nicht vorhanden ist sowie das Problem der zunehmenden Erkrankungen im Hautbereich aus Sicht des einzelnen Betriebes nicht evident erscheint.
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2014090912795
Schlagworte: Prävention; Gesundheitswirtschaft; Hauterkrankungen; prevention; health care facilities; occupational skin diseases
Erscheinungsdatum: 9-Sep-2014
Enthalten in den Sammlungen:FB08 - E-Dissertationen

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