Duftpräferenz von Hochbetagten und ihre Wirkung auf die epidermale Barriere. Eine olfaktorische, psychophysiologische und hautphysiologische Untersuchung

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Titel: Duftpräferenz von Hochbetagten und ihre Wirkung auf die epidermale Barriere. Eine olfaktorische, psychophysiologische und hautphysiologische Untersuchung
Sonstige Titel: Fragrance preference of the elderly and their effect on the epidermal barrier. An olfactory, psychophysiological and skin-physiological investigation
Autor(en): Kukshausen, Olga
Erstgutachter: apl. Prof. Dr. Nanna Schürer
Zweitgutachter: Hon.-Prof. Dr. Dieter Lüttje
Zusammenfassung: Mit zunehmendem Alter lassen viele körperliche Funktionen nach, darunter auch das Riechvermögen und die Hautbarrierefunktion. Mit dem reduzierten Riechvermögen nehmen Lebensqualität und Wohlbefinden ab, der psychische Stress nimmt zu. Eine verminderte Hautbarrierefunktion korreliert mit einer fragilen Barriereintegrität und einer langsamen Barriereregeneration. Darüber hinaus ist bei jungen Probanden die Regeneration der Hautbarriere unter psychischem Stress verlangsamt und unter dem Einfluss sedierender Duftstoffe beschleunigt. Vergleichbare Untersuchungen mit älteren Probanden fehlen bis dato. Die Altershaut bedarf einer speziellen Pflege um die Hautbarrierefunktion zu festigen. Die Akzeptanz eines Produktes korreliert mit der Akzeptanz seines Duftes. Untersucht wurde, ob Hochbetagte definierte Duftfamilien präferieren und ob dieser potentiell präferierte Duft in einer Magistralrezeptur die Barriereregeneration katalysiert. In einer Fall–Kontroll–Studie mit Hochbetagten wurde durch die Darbietung der 5 Duftfamilien (Chypre, Fougère, Floral, Citral und Oriental) die Präferenz für Fougère gegenüber den anderen Duftfamilien festgestellt (p < .01) In einer einfach verblindeten Crossover-Studie wurde der Einfluss von Fougère auf die epidermale Barriere bei Hochbetagten untersucht. Im Seniorenheim (unselbstständige Hochbetagte, UH) sowie im eigenen Haushalt, selbstständig lebende Hochbetagte (SH) wendeten in der 1. Phase die Testemulsion A ohne Parfumöl (PÖ) und in der 2. Phase die Testemulsion B mit PÖ Fougère am Rücken und Dekolleté an. Die Phasen permutierten. Um den Einfluss des Duftes auf die Barriereregeneration an den Unterarmen zu untersuchen, wurde eine Barriereschädigung mittels Tesafilmabrisse bis zum dreifachen Anstieg des Basis-TEWL durchgeführt. Die Barriereregeneration ist bei den SH hochsignifikant schneller als bei den UH (p < .001). Die Anzahl der Tesafilm-Abrisse reflektiert die Barriereintegrität. Bei den UH wurden hochsignifikant weniger Tesafilm-Abrisse (M = 17) als bei den SH (M = 50) benötigt (p < .001), um einen Barriereschaden mit einem 3-fach erhöhten TEWL zu erreichen. Es ist davon auszugehen, dass SH in einer vergleichsweise guten psychischen Konstitution eine signifikant bessere Barriereintegrität aufweisen als die im Seniorenheim lebende UH. Unter dem Einfluss der Fougère-haltigen Emulsion regenerierte die Barriere bei den UH signifikant schneller als unter dem Einfluss der PÖ-freien Emulsion (p < .01): 70%ige vs. 53%ige Regeneration 24h nach Barriereschädigung, obwohl die Rezeptur nicht am Ort der Barriereuntersuchung (Unterarm) angewendet wurde. Der biologische Mechanismus bedarf weiterer Untersuchungen. Das PÖ Fougère wird für die Hautpflege der heutigen Hochbetagtengeneration empfohlen.
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2015072313353
Schlagworte: Duftpräferenz; epidermale Barriere; Hochbetagte; Barriereregeneration; elektrodermale Aktivität; EKG; EDA; Geruchssinn; Duft; Fougère; epidermal barrier; Fragrance preference; Fragrance; elderly
Erscheinungsdatum: 23-Jul-2015
Enthalten in den Sammlungen:FB08 - E-Dissertationen

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