Berufsbezogene Kompetenzentwicklung von Gesundheitsberufen – Konzipierung und Pilotierung von wissenschaftlichen Weiter-bildungen mit Zertifikatsangeboten im Kontext offene Hochschule

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Titel: Berufsbezogene Kompetenzentwicklung von Gesundheitsberufen – Konzipierung und Pilotierung von wissenschaftlichen Weiter-bildungen mit Zertifikatsangeboten im Kontext offene Hochschule
Autor(en): von Moeller, Karin
Flottmann, Sebastian
Rechenbach, Simone
Babitsch, Birgit
Zusammenfassung: Hintergrund und Motivation Vielfältige Veränderungen im Gesundheitswesen, wie der Strukturwandel, der demografische Wandel und der technische Fortschritt, haben unmittelbare Auswirkungen auf die Berufspraxis von Gesundheitsfachkräften. Um die Anforderungen an eine qualitativ hochwertige Versorgung zu erfüllen, müssen Fachkräfte den veränderten und komplexen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung begegnen (vgl. Robert Bosch Stiftung 2013 & 2011, Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2009, Wissenschaftsrat 2012). Wichtige Voraussetzungen dafür stellen die Schaffung struktureller Rahmenbedingungen und qualifikatorischer Kompetenzen dar. Vor dem Hintergrund differenter Anforderungsprofile und einer weitestgehend fehlenden strukturierten Form der Weiterbildung für Gesundheitsberufe ist es erforderlich, bedarfsgerechte wissenschaftliche Weiterbildungen zu etablieren. Beschreibung des Projekts Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Bund‐Länder‐Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ (vgl. BMBF o. J.) geförderte Verbundprojekt „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des lebenslangen Lernens“ (KeGL) leistet einen wichtigen Beitrag zur (Weiter-)Qualifizierung von Gesundheitsfachkräften. An der Universität Osnabrück wurden wissenschaftliche Weiterbildungen mit Zertifikatsangeboten für Gesundheitsberufe konzipiert, pilotiert und evaluiert. Vorausgegangen waren umfangreiche empirische Forschungsprozesse, bspw. im Hinblick auf Kompetenzanforderungen und Weiterbildungsbedarfe von ausgewählten Gesundheitsberufen. Im Rahmen eines Multi-Methoden-Ansatzes wurden u. a. Experteninterviews und -runden, systematische Literaturrecherchen, curriculare Analysen und quantitative Befragungen durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Konzipierung der wissenschaftlichen Weiterbildungen standen folgende Forschungsfragen im Vordergrund: • Wie lassen sich die ermittelten Kompetenzen für die Erprobung priorisieren und in dem zu erprobenden Weiterbildungsmodul fachwissenschaftlich und -praktisch umsetzen? Welche Voraussetzungen sind für die Entwicklung und Erprobung des jeweiligen Weiterbildungsmoduls zu erfüllen? • Wie sind die wissenschaftlichen Weiterbildungsmodule zu gestalten, dass sie von Berufstätigen mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung wahrgenommen werden, sich für die Berufspraxis eignen bzw. sich in das lebenslange Lernen eingliedern? Ergebnisse und Ausblick Durch die Triangulation der vielfältigen Forschungsergebnisse konnten prioritäre Bereiche mit einem hohen Bedarf an Kompetenzentwicklung ermittelt werden. Auf dieser Grundlage wurden drei wissenschaftliche Weiterbildungen im Rahmen von Zertifikatsangeboten zu den Themen Gesundheitsförderung und Prävention, interprofessionelle Kommunikation und Förderung der Selbstbestimmung konzipiert und pilotiert. Die Zertifikatsangebote wurden im Rahmen eines Blended Learning-Formats umgesetzt, um eine hohe Flexibilität in den individuellen durch die Teilnehmer*innen zu gestaltenden Selbstlernphasen zu gewährleisen. Die wissenschaftlichen Weiterbildungen umfassten jeweils einen Workload von 180 Stunden. In der Entwicklung der Weiterbildungen stand einerseits der Theorie-Praxis-Transfer bei der inhaltlichen, didaktischen, organisatorischen und strukturellen Ausgestaltung im Vordergrund, um die berufsbezogene Kompetenzentwicklung der Teilnehmer*innen zu fördern. Andererseits wurde die Lernbegleitung der Teilnehmer*innen fokussiert und als theoretischer Bezug das „Konzept des reflektierenden Praktikers“ gewählt. Die wissenschaftlichen Weiterbildungen haben sich als innovatives und bedarfsgerechtes Format für die berufsbezogene Kompetenzentwicklung von Gesundheitsberufen bewährt. Wichtige Gesichtspunkte im Zusammenhang mit der Entwicklung konnten im Rahmen der Pilotierung gewonnen werden. Eine Weiterentwicklung, Erweiterung und Implementierung wissenschaftlicher Weiterbildungen für Gesundheitsberufe an Hochschulen sind geplant. Literaturangaben Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (o. J.). Bund-Länder-Wettbewerb "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen". Abgerufen von https://www.wettbewerb-offene-hochschulen-bmbf.de/bund-laender-wettbewerb-aufstieg-durch-bildung-offene-hochschulen am 15.03.2018. Robert Bosch Stiftung (2013). Gesundheitsberufe neu denken, Gesundheitsberufe neu regeln. Grundsätze und Perspektiven - Eine Denkschrift der Robert Bosch Stiftung. Abgerufen von http://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/publications/pdf_import/2013_Gesundheitsberufe_Online_Einzelseiten.pdf am 15.03.2018. Robert Bosch Stiftung (2011). Memorandum Kooperation der Gesundheitsberufe. Qualität und Sicherstellung der zukünftigen Gesundheitsversorgung. Abgerufen von http://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/publications/pdf_import/Memorandum_Kooperation_der_Gesundheitsberufe.pdf am 15.03.2018. Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (2009). Koordination und Integration - Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens. (Sondergutachten / Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen). Abgerufen von http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/137/1613770.pdf am 15.03.2018. Schön, D. A. (1987). Educating the reflective practitioner. Towards a new design for teaching and learning in the professions. San Francisco: Jossey-Bass. Wissenschaftsrat (2012). Empfehlungen zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen. Abgerufen von http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2411-12.pdf am 15.03.2018.
Bibliografische Angaben: Poster: Tagung Lernwelten 2018. 18. internationaler wissenschaftlicher Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik. 30.08. - 01.09.2018 in Basel
URL: https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-20181026714
Schlagworte: Kompetenzentwicklung; Zertifikatsangebote; KeGL
Erscheinungsdatum: 26-Okt-2018
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen KeGL Uni OS

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